Risiken  (Prospekttext)


Investitionen in Unternehmensbeteiligungen beinhalten erfahrungsgemäß auch Risiken. Das gilt selbstverständlich auch für eine Beteiligung als Stiller Gesellschafter an der TEXXOL MINERALÖL AG. Die Ergebnisse eines Unternehmens sind von vielfältigen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Umständen abhängig, die sich ändern können. Die zukünftige Ertragslage und damit der Erfolg oder Misserfolg einer Beteiligung ist abhängig von diesen Umständen, wobei Änderungen in der Zukunft auch bei größtmöglicher Sorgfalt heute noch nicht voraussehbar sind und bis zum totalen Verlust der Einlage führen können.

Mit der nachfolgenden Beschreibung der Risiken sollen dem Stillen Gesellschafter für seine persönliche Entscheidungsfindung mögliche Risiken, unabhängig davon, ob deren Eintreten wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist, transparent gemacht.

Die Bedeutung der Risiken kann je nach Anlagementalität der Anlegers unterschiedlich gewichtet sein, außerdem können sich aus der individuellen Sicht des einzelnen Anlegers Risiken ergeben, die ausschließlich durch seine persönliche Situation bedingt sind. Deswegen ist es für eine umfassende und sachgerechte Beurteilung der Beteiligung erforderlich, alle Hinweise in diesem Beitrittsprospekt zu würdigen und darüber hinaus vor allem auch eigene Recherchen anzustellen.

Die Bewertung von Risiken sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit ist der persönlichen Einschätzung eines jeden Anlageinteressenten überlassen. Es können neben den nachfolgend aufgeführten Risiken in der Zukunft neue Risiken entstehen, die zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe trotz größter Sorgfalt nicht vorhersehbar sind. Nachfolgend erläutern wir die aus unserer Sicht für den wirtschaftlichen Erfolg maßgebenden Risiken, gewichtet nach deren Einfluss auf den Erfolg der Beteiligung als (typisch) Stiller Gesellschafter der TEXXOL MINERALÖL AG.

Erdöl / Erdgas:

Bei Investitionen in Erdgas- und Erdölbohrungen sind die wirtschaftlichen Ergebnisse von vielfältigen Einflussfaktoren abhängig; diese können sich über die voraussichtliche Dauer der Beteiligung ändern. So kann es sich ergeben, dass trotz ausreichender finanzieller Mittel keine wirtschaftlich sinnvolle Investitionen möglich sind. Ein Ausfall der Förderanlagen bzw. naturbedingte Einflüsse wie z.B. Winterstürme, Naturkatastrophen usw., können die Produktion negativ beeinflussen. Im Besonderen ist auch darauf hinzuweisen, dass selbst Bohrungen in Gebieten mit nachgewiesenen Reserven sich als Fehlinvestition erweisen können. Für die bei Bohrungen und im Laufe der Produktion möglicherweise auftretenden Schädigungen (z.B. Umweltgefährdung) muss der Betriebsführer gemäß den Betriebsführerverträgen entsprechende Versicherungen abschließen.

Auch wirtschaftlich oder politisch bedingte Öl-/ Gaspreisveränderungen sind mit Risiken verbunden. Bei Ertragsvorschauen ist deswegen stets der zugrunde gelegte kalkulierte Preis im Verhältnis zum aktuellen Preis zu beachten, um die künftige Ertragssituation einschätzen zu können.
Bedingt durch Bedarfsschwankungen im Erdöl- und/oder Erdgasbereich kann es zudem zu marktbedingten Produktionseinschränkungen und damit verbunden zu Ertragsreduzierungen kommen.

Die TEXXOL MINERALÖL AG kauft sich zwar bevorzugt in Fördergebiete ein, die bereits über eine ausreichend lange Produktionsgeschichte verfügen. Dennoch ist das Risiko von Fehlbohrungen gegeben, selbst wenn zuvor eine Prüfung durch unabhängige Sachverständige stattfand.

Währungsschwankungen

Investitionen in Erdöl und Erdgas erfolgen ausschließlich in US-Dollar, Ein- und Auszahlungen von/an Anleger in Euro. Bei entsprechendem Verlauf der Wechselkurse können sich hieraus Verlustmöglichkeiten ergeben; das heißt bei einem 
niedrigen US-Dollar - Kurs: Höhere Investitionen in den USA / geringere Auszahlungen in Deutschland, 
bei einem hohen US-Dollar-Kurs: Niedrigere Investitionen in den USA/erhöhte Auszahlungen in Deutschland.

Keinem Unternehmen ist es möglich, Wachstums-, Gewinn- und Ertragsprognosen über einen längeren Zeitraum verbindlich anzugeben. Die in diesem Prospekt genannten Kalkulationen des Erdöl / Erdgasgeschäftes entsprechen der Erwartung der Gesellschaft hinsichtlich ihrer künftig durchzuführenden Geschäfte. Die kalkulatorischen Grundlagen können sich im Verlauf der Jahre ändern, so dass geringere als die prognostizierten Erträge anfallen. 

Die Daten der in diesem Beitrittsprospekt aufgeführten Unternehmensplanung sind abhängig davon, ob und in welchem Umfang Investitionen in wirtschaftlich sinnvolle Förderrechte möglich sein werden 

Wettbewerb

Jede Gesellschaft, die sich um Anlegerkapital bemüht, ist am Markt einer Wettbewerbssituation ausgesetzt. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass sich durch fehlenden Erfolg tragender Marketingmaßnahmen, durch Mitbewerber mit besserem Know-how, vor allem aber auch mit längerer Marktpräsenz und besserer Finanzausstattung die wirtschaftliche Entwicklung nachteilig gegenüber der Planung verändern kann. Insbesondere ist auch darauf hinzuweisen, dass es in Zukunft zu einer Verschärfung der Wettbewerbssituation am Markt für Unternehmen dieser Art kommen kann. Falls andere Unternehmen konkurrenzfähigere Produkte anbieten, könnte dies mit einer Verringerung von stillen Gesellschaftsverträgen gegenüber der derzeitigen Erwartung und Planung, d.h. mit einer Reduzierung der Investitionsmöglichkeiten und damit der geplanten Erträge, einhergehen.

Es lässt sich außerdem nicht ausschließen, dass eine Verschärfung des Wettbewerbs um Anleger für Öl-/ Gasinvestitionen zusätzliche Marketingmaßnahmen erforderlich macht, wodurch nicht eingeplante Mehrkosten entstehen.

Unternehmensbeteilungen

Bei Unternehmensbeteiligungen können sich Risiken dadurch ergeben, dass die erwarteten Beteiligungserträge aus Gewinnbeteiligungen und Veräußerungsgewinnen nicht oder nicht dauerhaft realisiert werden können. Dies gilt insbesondere, wenn die Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens nicht den angenommenen Erwartungen entspricht und unerwartete negative Kapitalmarkteinflüsse oder Konjunkturschwankungen zu Renditebelastungen führen. Hierdurch kann sich ergeben, dass die in die Unternehmen investierten Mittel teilweise oder vollständig wertberichtigt werden müssen und sich Verluste oder eine geringere Rendite ergeben.

Ratierliche Zahlung der Einlage

Die Gesellschaft bietet stille Beteiligungen auch mit ratierlicher Zahlung der Einlage an. Soweit diese Einlagen zur Investition in Förderrechte für Erdöl, Erdgas usw. eingeplant sind, besteht das Risiko, dass im Fall von Zahlungseinstellungen einer größeren Anzahl von Stillen Gesellschaftern, die ihre Einlage noch nicht oder nicht vollständig erbracht haben, geplante Investitionen nur mit zeitlicher Verzögerung durchgeführt werden können oder sogar ganz in Frage gestellt werden. 
Dies hätte negative Auswirkungen auf die von der Gesellschaft insgesamt erwarteten und geplanten Erträge.

Vorzeitige Vertragsbeendigung

Bei vorzeitiger außerordentlicher Vertragsbeendigung erhalten die Stillen Gesellschafter - wenn überhaupt - eine Rückzahlung, die stets niedriger ist als die Summe der eingezahlten Einlage, da hierauf die vereinbarte Abschlussgebühr und eventuelle Verlustbeteiligungen in voller Höhe zu verrechnen sind, außerdem werden bereits zur Auszahlung gelangte Vorabgewinne der tatsächlichen Laufzeit angepasst und verrechnet. Weiterhin entfällt der Treuebonus, eine anteilige Berücksichtigung von stillen Öl-/ Gasreserven ist nicht möglich.

Kosten

Negative Auswirkungen von Kostenerhöhungen liegen im Risikobereich eines jeden Unternehmens und damit jeder Beteiligung an einem Unternehmen. So können der geplante Vorkostenanteil wie auch die vorgesehenen Verwaltungskosten höher ausfallen als geplant, sodass ein geringerer Anteil der Einlagen oder der erwirtschafteten Erträge für Investitionen zur Verfügung steht.

Totalverlust der Einlage

Die von den Stillen Gesellschaftern gezahlten Einlagen gehen rechtlich und uneingeschränkt in das Vermögen der TEXXOL MINERALÖL AG über und werden von der Gesellschaft für die geplanten Investitionen, aber auch zur Deckung der laufenden Kosten eingesetzt.

Es kann - wie bei allen Beteiligungen an unternehmerischen Aktivitäten - auch für die stillen Beteiligungen an der TEXXOL MINERALÖL AG keine Gewähr für den Eintritt der ökonomischen Ziele und Erwartungen des Stillen Gesellschafters geben. Deshalb verbindet sich - z.B. bei einem negativen Verlauf der Investition oder im Falle der Insolvenz der Gesellschaft - mit der Beteiligung des Stillen Gesellschafters an der TEXXOL MINERALÖL AG grundsätzlich die Gefahr eines Total- oder Teilverlustes. 
Es besteht zudem die Möglichkeit des Eintritts eines geringeren als des prognostizierten Ertrags. Der Stille Gesellschafter haftet im Falle einer Insolvenz der TEXXOL MINERALÖL AG bzw. bei Vermögensverfall für vertragsgemäß erhaltene Entnahmen bzw. die vereinbarte Zahlung seiner Einlage.

Blind - Pool

Obwohl die Investitionsbereiche und die Grundsätze, nach denen die Gesellschaft investiert, feststehen, hat die Beteiligung als Stiller Gesellschafter der TEXXOL MINERALÖL AG vom Grundsatz her „Blind - Pool" - Charakter und ist mit Risiken verbunden, weil die einzelnen Investitionsvorhaben der Gesellschaft und deren Bedingungen zum Zeitpunkt des Beitritts der Stillen Gesellschafters noch nicht feststehen, schon weil die Investitionen über einen langen Zeitraum (mindestens 15 Jahre) erfolgen. Die Eingehung einer stillen Beteiligung ist mit einer Vertrauensinvestition in die TEXXOL MINERALÖL AG verbunden.

Schlüsselpersonen

Das Gedeihen der Gesellschaft hängt in erheblichem Maße von der unternehmerischen Fähigkeit seines Managements, der Qualifikation seiner Berater sowie den Erfahrungen und Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Der Verlust unternehmenstragender Personen kann einen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft haben. Bei deren Ausfall müssen geeignete Nachfolger gesucht werden; hieraus können sich zusätzlich direkte und indirekte Aufwendungen ergeben.

Liquidität

Auch wenn in den Allgemeinen Vertragsbedingungen vorgesehen ist, dass spätestens 3 Monate vor Ablauf der vereinbarten Beteiligungsdauer die Kündigung erfolgen muss, kann fehlende Liquidität, insbesondere bei einer unerwartet hohen Anzahl von Kündigungen, zu verzögerten Auszahlungen führen.

Veräußerbarkeit (Fungibilität)

Die stillen Beteiligungen an der TEXXOL MINERALÖL AG sind mit einer fest vereinbarten Mindestlaufzeit verbunden. Die Stillen Gesellschaftsverträge können nur zu den vertraglich vereinbarten Terminen gekündigt werden. Auch wenn jeder Stille Gesellschafter über seine Beteiligung mit Zustimmung der Gesellschaft durch Verkauf oder Übertragung auf einen Dritten frei verfügen kann, besteht das Risiko, dass dies nicht oder nur mit Verlust möglich ist. Ein Zweitmarkt, an dem stille Beteiligungen an der TEXXOL MINERALÖL AG gehandelt werden, besteht nicht. 

Wirtschaftlich sinnvoll und vor allem profitabler dürfte es daher sein, die vertragsgemäße Beendigung der Beteiligung abzuwarten.

Änderung der Rechtslage

Die Angaben und Darstellungen in diesem Prospekt basieren auf der bei seiner Abfassung im März 2005 bestehenden Rechtslage. Es gibt jedoch keine Gewähr dafür, das die zu diesem Zeitpunkt geltenden Rechtsvorschriften so fortbestehen werden und keine Änderung erfahren und/oder neue Rechtsvorschriften in Kraft treten, durch die die Rechtslage auch im Hinblick auf die Tätigkeit der Gesellschaft oder die Beteiligung als Stiller Gesellschafter eine Änderung erfährt. Entsprechendes gilt für eine zukünftig geänderte Auffassung der Finanz- und sonstigen Behörden sowie der Rechtssprechung. Hieraus können sich zusätzliche, nicht eingeplante Kosten ergeben, z.B. wegen der Erstellung von Gutachten, der Ergänzung/Änderung von Unterlagen, zu zahlende Gebühren u.Ä. 

Änderung der Steuergesetzgebung

Auch wenn die (typisch) stille Beteiligung an der TEXXOL MINERALÖL AG gerade nicht auf die Wahrnehmung von steuerlichen Vorteilen ausgerichtet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich durch eine Änderung der deutschen und / oder amerikanischen Steuergesetzgebung Ertrags-/ Gewinnnachteile für den Anleger ergeben. 
Dies kann z.B. der Fall sein, wenn die derzeitige Körperschaftssteuer von 25% oder die für die TEXXOL MINERALÖL AG nicht abzugfähige Mehrwertsteuer von 16% erhöht werden. Ähnliche Belastungen können sich in den USA insbesondere aus einer Erhöhung der Produktionssteuer, der Neu-Einführung von Steuern auf Öl-/ Gasbeteiligungen sowie einer Änderung der Abschreibungsregeln ergeben. 
Auch kann das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA geändert werden.





Der ADB berät Sie bei der Auswahl des passenden Modells gern.





Achtung Rendite aus der Vergangenheit kann keine Prognose für die Zukunft sein. Wo hohe Chancen sind ist auch immer mit Risiken. Einzig maßgeblich ist immer der Emissionsprospekt.

 
       


ADB Anlageberatung Ralf Neubauer 
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