Ölmarkt (Prospekttext)

Öl ist in unserer Industriegesellschaft unverzichtbar. Ob Benzin, Teppichböden, Autoreifen oder lebensnotwendige Arzneimittel: Öl ist einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Rohstoff der Neuzeit!

Der Erdölmarkt und das Preisniveau für Erdöl ist in unserer Welt ein Thema von größtem Interesse. Wirtschaftliche Entwicklungen und Sicherheitspolitik der einzelnen Länder spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Die Ölkrisen von 1973 und 1979 bestätigen die Wichtigkeit des Öls und den Einfluss der OPEC (Organisation of Petroleum Exporting Countries) auf dem Weltmarkt. Globale politische und ökonomische Destabilität wurde mit den Ölkrisen der siebziger Jahre schonungslos offengelegt.

Neue Technologien und Entdeckungen rund um die Erde haben dem Öl zur besseren Vermarktung und flexiblerer Preisentwicklung verholfen. Die OPEC-Länder produzieren zwar nur noch ca. ein Drittel des Weltbedarfes, haben aber nach wie vor einen wesentlichen Einfluss auf den Markt. Durch Einigkeit bei den Förderquoten zwischen den Mitgliedsländern der OPEC kann das Preisniveau bedeutend beeinflusst werden. Jedoch haben die letzten Jahre auch bewiesen, dass innerhalb der OPEC häufig Uneinigkeit herrscht und die Quotenregelung oft überschritten wurde. Dieses führte in den letzten Jahren immer wieder zur Destabilisierung des Ölmarktes. Die seit 2003 hohen Ölpreise sind jedoch erstmals nicht auf eine künstlich herbeigeführte Knappheit, sondern durch den Bedarf bedingt. Zu den größten Erdölerzeugern der Welt gehören Saudi-Arabien, Russland und auch die Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Preistrend

Der Erdölpreis in den USA basiert auf der Qualitätsstufe von WTI (West Texas Intermediate Crude Oil), das im Vergleich zu dem in Europa bekannten Nordseeöl „Brent" in der Regel um zirka ein bis zwei Dollar pro Barrel (159 Liter) höher gehandelt wird.

Das Ölpreisniveau für WTI lag Ende 1989 bei US-$ 21.00 pro Barrel und schnellte 1990 sprunghaft, bedingt durch die Golfkrise, auf zeitweise über US-$ 30,00. Ab Ende 1990 sanken die Ölpreise bis auf ein absolutes Fünfjahrestief auf US-$ 14,50 pro Barrel im Dezember 1993. Im Frühjahr 1996 stabilisierten sich die Preise bei US-$ 20,00 pro Barrel. Seitdem zogen die Ölpreise, abgesehen von kurzzeitigen Preiseinbrüchen, kontinuierlich an und betrugen Anfang 2005 mehr als US-$ 40,00 pro Barrel. Durch Unsicherheiten gerade im Golfraum aber auch durch die Entdeckung der Rohstoffe für Anleger stieg auch in 2006 - 2008 der Ölpreis kontinuierlich auf die derzeitige Rekordmarke von 108 US-$.





Die Zukunft

In einer langfristigen Betrachtung wird klar, dass der Versorgungsbedarf an Erdöl weltweit sehr groß ist und von Jahr zu Jahr zugenommen hat. Die Produktionskapazitäten sowie die Rohölreserven der Welt sind aber begrenzt. Vereinbarungen zwischen den OPEC-Ländern und ihre Fähigkeiten, eine erhöhte Weltnachfrage durch Quotenregelung zu befriedigen, können das Preisniveau für Öl nur bedingt beeinflussen, da diese Länder ihr Förderpotential zur Zeit fast vollständig ausgeschöpft haben. Die langfristigen Aussichten für eine ansteigende Ölpreisentwicklung scheinen deswegen gut, da - wie bereits gesagt - die Weltnachfrage bisher stetig wächst und die Produktionskapazitäten sowie der Rohstoff Öl beschränkt sind. Selbst die USA können nur ca. die Hälfte ihres eigenen Bedarfs durch inländische Produktionen decken.





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