Überblick der Investitionswege
1.) Minenaktien

Minen-Unternehmen, die nach Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium, etc.) und Nicht-Edelmetalle (Kupfer, Nickel, Blei, Zink, etc.) suchen, erfordern umfangreiche Aktienkenntnisse. 

So gibt es Minengesellschaften die noch keine Rohstoffe fördern, sondern nur nach diesen suchen, andere fördern seit Jahren. 

Die 4 Hauptförderländern (Australien, Kanada, Südafrika und USA) sind nicht unbedingt die führenden Gesellschaften bzw. Börsenplätze. Trotzdem sind die meisten Aktien an ausländischen Börsen gelistet, was zu deutlich höheren Kosten führt.

Bei Investitionen in Minenwerten sind tägliche Kursschwankungen von 10% und mehr keine Seltenheit. Bei kleineren Gesellschaften wird mitunter nicht täglich gehandelt. Die Marktkapitalisierung (Kurs x Aktienanzahl) aller Goldminen ist relativ klein, so das dei Goldreserven der Staaten einen erheblichen Einfluss haben können. 

Nach 20 Jahren Goldbaisse ist das Interesse der Anlegerschaft relativ gering. Viele Titel haben massive Kurseinbrüche verkraften müssen, einige Minen haben es nicht überlebt. 
Fazit  Lediglich für Aktienvollprofis geeignet, die den Markt laufend beobachten können und auch über größere Geldsummen verfügen.



2.) (Bank)zertifikate

Zertifikate sind börsennotierte Schuldverschreibungen. Dabei gewährt der Anleger der Bank (Emittent) einen Kredit, wobei die Forderung an die Bank durch das Zertifikat verbrieft wird.

Nachteilig für den Investor ist die schlechte Vergleichbarkeit der einzelnen Zertifikate untereinander.

Größter Nachteil der Zertifikate besteht darin, das keinen Lieferanspruch auf das Metall besteht und man damit im Ernstfall lediglich wieder (eventuell) wertloses Papiergeld erhält.

typisches Zertifikat Prospekt

Im allerschlimmsten Fall besteht auch das Ausfallrisiko (Totalverlust ) des Emittenten (siehe Argentinien oder Japan), da Zertifikate nicht über den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken abgesichert sind.

Auch wird immer wieder davon gesprochen, das die Banken deutlich mehr Zertifikate herausgeben, als sie auch den dafür passenden Rohstoffbesitzen, so das es es im Ernstfall auch noch zu einer Quotierung kommen könnte.
Fazit  Als Vermögenssicherung kaum geeignet. 



3.) Schmuck und Münzen


Krügerrand Münze
Die Schmuckindustrie braucht weltweit 60- 80% der gesamten Goldproduktion.  

Gold, Silber oder Platin als Schmuck verarbeitet kann nur in Ausnahmefällen als Vermögensanlage betrachtet werden. Zum einen besteht eine starke Modeabhängigkeit die zu Aufschlägen und Preisschwankungen führt, zum anderen ist das Aufgeld durch die Herstellung und der Verkaufsmargen, im Verhältnis zum Materialpreis, extrem hoch. 


Gleiches, wenn auch in abgeschwächter Form, gilt für die verschiedenen Gold und Silbermünzen. Hier spielen ebenfalls die Sammlermärkte als auch die enormen Auf- und Abschläge dazu, das auch Münzen nur sehr bedingt für die Vermögenssicherung geeignet sind.

 
Fazit  Als Vermögenssicherung kaum geeignet. 



4.) Goldbarren - physische Einlagerung
Hier erhält man die Vermögenssicherung 1:1 ohne irgendwelchen Umweg. 

Dabei rentiert sich jedoch nur der (Kg) Barrenerwerb, am besten im Mix verschiedener Edelmetalle. Denn geringere Massen werden häufig mit erheblichen Aufschlägen belastet.

Dies erfordert jedoch enormes Kapital, wenn man sich nicht (wie vom ADB empfohlen) an einer Depotgemeinschaft beteiligt.

Die Aufbewahrungskosten sind bankenabhängig, jedoch in den letzten Jahre gefallen. 
Die Transparenz ist über verschiedene Goldindizes (insbesondere London) gegeben, lediglich die Handelbarkeit verlangt einige Tage. 
Fazit  Der physische Besitz eines Edelmetalls in Form von Barren sollte in keinem Anlageportfolio fehlen. 


 
       



ADB Anlageberatung Ralf Neubauer 
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