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Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere.
Sie waren bis 1998 in der
Beliebtheits-Skala der Deutschen die meistgekauften Fonds.
Komisch !?
Betrachten wir an dieser Stelle die unterschiedlichen Wertentwicklungen unter
Beachtung auch der gegebenen Rahmenbedingungen.
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Sparbücher |
Sparbrief |
Festgeld
(3-Monate) |
Bausparen |
festverzinsliche
Wertpapiere
(Rentenfonds) |
Renten-
versicherung |
Aktienfonds |
| durchschnittlicher jährlicher Wertzuwachs (in Prozent) |
1,0 - 3,0 |
3,0 - 4,0 |
1,5 - 2,5 |
3,0 |
4,0 - 6,0 |
5,0 |
7,0 - 10,0 |
| durchschnittlicher. Kaufkraftverlust (Inflation in Prozent) |
-2,5 |
-2,5 |
-2,5 |
-2,5 |
-2,5 |
-2,5 |
-2,5 |
Steuersatz von
ca. 30 % |
-0,9 |
-1,5 |
-1,35 |
-0,9 |
-2,1 |
-2,1 |
- |
| realer Wertzuwachs |
minus 0,4 bis
minus 2,4 |
plus 0,0 bis
minus 1,0 |
minus 1,35 bis
minus 2,35
|
minus 0,9 |
plus 1,4
bis
minus 0,6 |
plus 1,5 |
plus 4,5
bis 7,5 |
Ein Phänomen.
Warum also kaufen die deutschen Anleger so gerne Fonds, die Ihnen unter
Berücksichtigung des Wertverlustes auf Grund der Inflation nichts als 1,5% Rendite eingebracht haben? (Die individuellen Freibeträge haben wir
hierbei nicht berücksichtigt.)
Der Ertrag eines festverzinslichen Wertpapiers bzw. eine Rentenfonds ist
u.a. vom jeweiligen Zinsniveau des Landes abhängig, in denen
festverzinsliche Papiere erworben werden. Fallen die Zinsen, steigen die
Renditen der Wertpapiere mit einem hohen Zins. Nachweislich wurden in der
Vergangenheit jedoch häufig Wertpapiere in großem Stil erworben,
als das Zinsniveau schon sehr niedrig war. Das Resultat waren dann stets
sinkende Kurse (bei steigenden Zinsen), die auch durch die feste Verzinsung
nicht immer kompensiert werden konnten. Anderenfalls kann man mit Papieren
mit hohen festen Nominal-Zinsen in Zeiten sinkenden Zinsniveaus zusätzliche
Kursgewinne erzielen.
Viele werden einwenden, "die Rentenpapiere sind aber sicher". Dem entgegnen
wir, sehen Sie sich die Veränderung der Renditen -
auch der deutschen
"Festverzinslichen" - an, als in den USA 1994 die Zinsen kurz angehoben wurden.
Viele Anleger hatten plötzlich Kursverluste mit Ihren "sicheren"
Festverzinslichen.
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, das auch Renten-Fonds
Schwankungen an den Kapitalmärkten unterliegen.
| Beispiel |
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Betrachten wir auch einmal die internationalen
Rentenfonds.
Den höheren Chancen eines international ausgerichteten Fonds stehen jedoch auch
höhere Risiken gegenüber. Dazu zählen z.B. Währungsschwankungen, die den
Wert eines Fonds / respektive eines Rentenpapiers durchaus im Bereich von +/-
15% schwanken lassen können. Ihre Ertragschancen lagen in der Vergangenheit über denen von Sparbüchern.
Ihre Verfügbarkeit ist börsentäglich garantiert.
Der Anlagezeitraum sollte ungefähr 3-5 Jahre betragen. Sicherlich sollte man
einige festverzinsliche Positionen mit ins Depot legen, sofern neben den festen
Nominalzinsen weitere Kurssteigerungen zu erwarten sind. Diese Chancen nehmen
Anlage-Profis mittels gemischter Fonds stets wahr und haben längerfristig
bewiesen, dass ein gesundes Mischungsverhältnis eine gute Rendite erwarten lässt.
(Siehe Mischfonds)
| Beispiel |
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